
Die inmitten der Stadt gelegene Rheinsberger Kirche geht in ihrer heutigen Form auf einen turmlosen, rechteckigen Saal wohl der Mitte des 13. Jh.s zurück, den heutigen Altarraum. Allerdings weist das Erscheinungsbild der unverputzten Nordwand des nach geltender Auffassung erst nach dem Stadtbrand von 1566 angebauten Kirchenschiffes auf die Möglichkeit hin, daß die Laurentiuskirche als Ganzes dem 13. Jh. angehören könnte, entstanden in zwei nicht weit auseinander liegenden Bauphasen. Der Bearbeitungsgrad des sichtbaren Hausteinmaterials und seine sorgfältige Aufmauerung ermahnen eindringlich diese Wahrscheinlichkeit nicht auszuschließen. Wenig ist über die Glocken der Rheinsberger Kirche hier mitzuteilen. Vor der Zeit des Ersten Weltkrieges erklang ein Geläut von drei Glocken vom Turm von St. Laurentius. 1917 mußten zwei dieser Glocken an die Oberste Heeresleitung abgegeben werden. Zur verbliebenen Bronzeglocke kam 1926 eine Stahlglocke. Der Zweite Weltkrieg nahm der Kirche dann noch ihre letzte Bronzeglocke, während sie die Stahlglocke behalten durfte. Diese wurde 1951 durch eine zweite Stahlglocke ergänzt.